Akupunktur greift regulierend und harmonisierend in die Körperfunktionen ein. Ziel ist es dabei, die Durchblutung und somit die Sauerstoff- und Nährstoffzirkulation lokal sowie im gesamten Körper zu verbessern. Ausserdem wird durch Akupunktur das zentrale und periphere Nervensystem stimuliert sowie körpereigene Botenstoffe ausgeschüttet, deren Wirkung zu einer Reduktion von vielen Beschwerden wie z.B. Schmerzen beitragen können. Es konnte ebenfalls eine Wirkung auf das Immunsystem des Menschen gezeigt werden.
Prinzipiell spürt man den Einstich nur selten, eine leichte Sensation ist jedoch möglich und gleichsam erwünscht und vergeht nach wenigen Sekunden. Die von uns verwendeten Akupunkturnadeln haben einen Durchmesser von circa 0,2 mm.
Eine Akupunktursitzung dauert bei uns in der Regel ca. 30 Minuten. Die Anzahl der Sitzungen wird individuell je nach Erkrankung, Nebenbeschwerden und Konstitution des Patienten von Dr. Schöpf festgelegt, wobei zu Beginn der Therapie für einen bestimmten Zeitraum meist 2 Sitzungen pro Woche durchgeführt werden.
Wenn Sie aktuelle Befunde zu Ihren Beschwerden haben, nehmen Sie diese bitte mit. Lockeres Gewand ist von Vorteil, da Dr. Schöpf meist von den Händen und Füssen bis zu den Ellbögen bzw. Knien nadelt und Sie sich dann meist nicht entkleiden müssen. Sie können gerne eine Kleinigkeit essen und trinken, bevor Sie zu uns kommen. Wenn Sie ein paar Minuten vor dem ersten Akupunkturtermin eintreffen, bleibt genug Zeit, um die Papierformalitäten zu erledigen. Bei den darauffolgenden Terminen starten wir jeweils recht pünktlich. Beim ersten Termin findet vor der Akupunktur auch ein ausführliches Anamnesegespräch sowie eine Untersuchung statt.
Auch bei Kindern und sogar Neugeborenen ist Akupunktur möglich. Je nach Alter werden überhaupt keine Nadeln gestochen, sondern Streich-, Klopf-, Vibrations- und Drucktechniken verwendet, die auch unter dem Namen Shonishin bekannt sind. Kinder haben meist eine deutlich sensibleres Nervenssystem, sodaß die Therapiedauer hier nur wenige Minuten beträgt und manchmal nach einer Anleitung durch Dr. Schöpf auch von den Eltern selbst zu Hause durchgeführt werden kann.
Während einer Schwangerschaft ist Akupunktur eine der wenigen Möglichkeiten, beinahe nebenwirkungsfrei die Beschwerden von werdenden Müttern zu lindern. Typische Indikationen sind Rückenschmerzen, Übelkeit + Erbrechen, Schlaflosigkeit und Sodbrennen. Ab der 35. Schwangerschaftswoche findet einmal pro Woche eine geburtsvorbereitende Akupunktur statt. Dadurch kann die Dauer des Geburtsvorganges reduziert, die Schmerzen bei den Wehen vermindert und manchmal eine Kindsdrehung bei Beckenendlage angeregt werden. Ausserdem berichten Schwangere über eine allgemeine Stärkung durch Akupunktur.
In unserer Praxis werden nur sterile Einmalnadeln verwendet, die nach Gebrauch in speziellen Behältern entsorgt werden. Die Einstichstelle wird vor dem Setzen der Akupunkturnadel desinfiziert. Auch bei den anderen durchgeführten Therapien werden meist Einmalprodukte verwendet.
Generell sind die in unserer Praxis angebotenen Therapien relativ nebenwirkungsarm. Die Akupunkturtherapie kann im weiteren Sinn von den Nebenwirkungen her mit einer Blutabnahme verglichen werden, nur die Akupunkturnadeln sind deutlich dünner (ca. 0,2 mm Durchmesser) als eine Nadel zum Blutabnehmen. Weitere Informationen erhalten Sie auf Wunsch telefonisch oder per Mail, ausserdem im Rahmen der Erstordination im Zuge des ausführlichen Anamnesegesprächs. Auch Autofahren nach einer Akupunkturbehandlung ist auf jeden Fall möglich.
Dagegen spricht überhaupt nichts, Akupunktur kann bei anderen Therapien wie Massage, Physiotherapie, Ergotherapie etc. sogar unterstützend wirken. Auch verschiedene Therapien am selben Tag schliessen sich nicht aus.
Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten in einigen Fällen einen Teil der Behandlungskosten. Viele Zusatzversicherungen übernehmen teilweise oder zur Gänze die Behandlungskosten. Bitte erfragen Sie bei Ihrer Krankenkasse oder Gesundheitsversicherung die Höhe der möglichen Refundierung.
Wir bitten Sie, Termine, die Sie nicht wahrnehmen können, mindestens 24 Stunden im Voraus telefonisch abzusagen. Ansonsten müssen wir einen Teil der Behandlungskosten verrechnen.